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Eine Reise von damals bis irgendwann…

Ich habe schon immer Geschichten erzählt. Nein. Ich… musste schon immer Geschichten erzählen. Als Kind meistens um vor größerem Ärger verschont zu bleiben. Hat selten funktioniert… eigentlich nie.

Meine beste und an der besten vorbereiteten Verteidigungs-Geschichte möchte ich hier als Beispiel präsentieren.

Ich hatte mal wieder meine Hausaufgaben „geplant vergessen“ und hatte darauf gepokert, dass mein Mathelehrer diese eh nicht kontrollieren würde. Er kontrollierte. Meine Mitschüler begannen bereits beflissen ihre Hefte auf Ihren Pulten zu drapieren, als mir eine Idee kam. Ich griff meine Schultasche und eilte mit den Worten „Ich habe Bauchschmerzen“ aus dem Klassenraum. Auf der Toilette begann meine Show. Ich kippte den Inhalt des Ranzens aus, sprang und stampfte auf ALLES und zerknüllte mein Heft und riß Seiten heraus. Ich vergaß natürlich nicht auf einer zerrissenen Seite das gestrige Datum zu notieren, um zu beweisen, dass DORT meine Hausaufgaben hätten stehen sollen. Die entrissenen Seiten warf ich weg und zerriss mein Hemd. Zudem versuchte ich mir selbst eine blutige Nase zu boxen, traute mich aber nicht also musste das zerwuselte Haar reichen. Ja, ich hatte damals Haar. Ich kam völlig zerstört in den Klassenraum zurück und teilte unter Tränen mit, dass ein bekannter Schulschläger mich in die Mangel genommen hätte und mir dies angetan hatte.

Problem Nummer 1: Meine Schauspielkunst war miserabel.

Problem Nummer 2: Der bekannte Schulschläger saß im Unterricht

Problem Nummer 3: Ich hatte mir den Papierkorb der Toilette als perfekten Aufbewahrungsort der entrissenden Seiten ausgesucht.

Soviel dazu.

Ich war (und bin teilweise immer noch) ein Träumer(kind) und verbrachte meine Zeit, die ich aus einer Laune der Natur (meiner Mama… aus Gründen… siehe oben) nicht vor dem geliebten Fernseher verbringen durfte, am liebsten in meinen eigenen Gedanken. Da war ich ein Krieger, Kung-Fu Spezialist, ein Hulk-Wesen (aber in blau, weil grün war ja der Hulk und das ging nicht) der die ganze Schule in rasender Wut in Trümmern schlug oder ein Weltraum-Held, der Kung-Fu beherrschte UND sich bei Bedarf in einen blauen Hulk verwandeln konnte.

Was vor allen Dingen stets in meinem Kopf stattfand, waren Dialoge. In meinen Gedanken gab es immer Zwiegespräche mit meinen inneren Helden und Schurken. Auch in meinem täglichen Leben konnte ich das stets verwenden, in dem ich anstehende Gespräche bereist mental vorbereiten konnte. Zeugnisgespräche, das Gespräch zwischen meiner Mama und mir, wenn sie vom Elternsprechtag zurückkam, all dies wurde von mir stets mental vorbereitet und somit war ich meistens auf das Schlimmste gefasst.

Mein Beitrag zu #WIRSCHREIBENZUHAUSE

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An dieser Stelle: Tut mir leid, Mama. Ich liebe Dich. :-*

Ich liebte es, mir Geschichten auszudenken, während ich Musik oder Hörspiel-Kassetten hörte. „Masters of the Universe“ war mein absolutes Lieblings-Hörspiel und ist mir stets wichtig geblieben.

So hatte ich natürlich nicht zwei Mal überlegt, als ein damals neuer Freund mich fragte, ob ich an einem Skript zu einem „Masters Fan-Hörspiel“ mitschreiben möchte. Das war und ist mein geschätzter Kollege Torsten Böttcher.

Wir verfassten gemeinsam „Projekt M“. Torsten schrieb beinahe komplett die erste Folge, bis auf Ausnahmen. Ich schrieb beinahe komplett die zweite Folge bis auf Ausnahmen und die finale Folge ließ uns in der Mitte treffen und bestand zu gleichen Teilen aus uns.

Christoph Piasecki, Geschäftsführer, Produzent und Regisseur von Contendo Media, las das Skript und fragte, ob ich auch für ihn schreiben möchte und „Schulterblick“, „High Noon Again“ und weitere Skripte folgten.

Kim Jens Witzenleiter, Geschäftsinhaber, Produzent und Regisseur von Wolfy-Office, schließlich sorgte dafür, dass mein Autor-Dasein sich nicht als temporäre Laune herausstellte, sondern zu einer Leidenschaft wurde, der ich von nun an folgen werde. Mehr noch, er vertraute mir sogar einen Regieposten zum innovativen Improvisationshörspiel „113“ an.

All dies, meine Ideen und Entwicklungen, Drafts und Entwürfe finden stets unter den Argusaugen meines Freundes und Mentoren Ivar Leon Menger statt, welchem ich mehr zu verdanken habe, als diese Homepage hier hergeben könnte.

Meiner Familie, meinen Freunden und meiner geschätzten Community verdanke ich, dass ich dranbleibe und mich nicht als „einer von vielen“ betrachte.

Ich bin ich, das ist manchmal lästig, aber auch gut.

Referenzen

  • „Video-Integrator“ (2020; Wolfy-Office)
  • „Midnight Tales: High Noon Again“ (2021; Contendo Media)
  • „Midnight Tales: Schulterblick (Doppelfolge)“ (2021; Contendo Media)
  • „Midnight Tales: Der König“ (Arbeitstitel) (2021/2022; Contendo Media)
  • „Geheime Serie ??“ (2021; Contendo Media)
  • „DreamLand Grusel: Die Caves (Doppelfolge)“ (2021; Dreamland / Maritim)
  • „113 Nachrichten“ (2021; Wolfy-Office)
  • „Blaues Herz“ (2021/2022; Wolfy-Office)
  • „König von Deutschland“ (tbd; Wolfy-Office)

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